Sehr geehrter Herr Traeder,
nachfolgend beantwortet die Verwaltung das von der Gruppe Allianz in der Landschaftsversammlung gestellte Auskunftsersuchen zum Integrierten Klimaschutzkonzept.

1. Prüft der Landschaftsverband Rheinland ebenfalls Freiflächen auf den LVR-Grundstücken in Bezug auf eine mögliche Installation von Photovoltaik-Anlagen?

Die Einrichtung von Photovoltaikanlagen auf Grundstücken des Landschaftsverbandes Rheinland erfolgte bisher ausschließlich auf den Dachflächen der jeweiligen Gebäude. Diese Anlagen produzieren Solarstrom, der ausschließlich in den eigenen Betrieben verbraucht wird. Eine Einspeisung ins öffentliche Netz erfolgt nur in Ausnahmefällen, bei Überschuss an Photovoltaik-Strom. Freiflächenanlagen, also ebenerdig auf einer freien Fläche aufgestellte Photovoltaikanlagen, sind in der Regel großflächig angelegte und leistungsstarke Solarparks, deren Ausrichtung die kommerzielle Verwertung von Solarstrom ist. Dieses Geschäftsmodell ist dem LVR nicht möglich, insofern lässt sich eine Freiflächenanlage für den Eigenbedarf dienststellenbezogen nicht wirtschaftlich darstellen.

2. Schätzt der LVR eine Installation von Photovoltaik auf den Freiflächen des Halfeshofes als sinnvoll ein?

Im Rahmen der Sanierung des Halfeshofes der LVR-Jugendhilfe Rheinland erfolgt derzeit die Erarbeitung eines energetischen Quartierkonzeptes in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister, das bis zum Ende des 2. Quartals vorliegen soll. Aktuell wird der Eigenbedarf an Strom durch ein vorhandenes Blockheizkraftwerk (BHKW) abgedeckt, im Verlauf der weiteren Erarbeitung wird geprüft, ob dieses Konzept um weitere Photovoltaikanlagen wirtschaftlich ergänzt werden kann. Die Ergebnisse des Quartierkonzeptes müssen zunächst abgewartet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland
In Vertretung

Althoff