Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend beantwortet die Verwaltung das von der Allianz-Gruppe in der Landschaftsversammlung Rheinland gestellte Auskunftsersuchen zum Thema Digitalisierung im LVR.

1. Welche Bewerber für die Position des Dezernenten haben es in die Endrunde des Bewerbungsverfahrens geschafft?

Insgesamt sind 14 Bewerbungen auf die Ausschreibung der Stelle Dezernent*in eingegangen. Hiervon war eine interne Bewerbung. Die konstitutiven Voraussetzungen erfüllen 11 Bewerber*innen. Die Bewerbungsunterlagen aller Bewerbenden sind der Vorsitzenden der Landschaftsversammlung, den Mitgliedern der Landschaftsversammlung und den sachkundigen Bürger*innen des Ausschusses für Personal und allgemeine Verwaltung zur Verfügung gestellt worden. Die Fraktionen und die Gruppe in der Landschaftsversammlung haben ebenfalls Zugriff auf die Unterlagen erhalten.

2. Welcher Personalumfang und welche Haushaltsmittel werden dem neuen Dezernat zur Verfügung gestellt?

Wie in der Vorlage Nr. 14/3234 dargelegt wird das neue Dezernat „Digitalisierung, IT-Steuerung, Mobilität und technische Innovation“ über 22 Stellen verfügen. Die hierfür erforderlichen Personalkosten und eine Sachkosten-Pauschale auf Grundlage des KGSt-Berichts „Kosten eines Arbeitsplatzes“ wurden eingeplant.

3. In welcher Art und Weise sollen Dritte in die Digitalisierungsstrategie des LVR mit eingebunden werden? Welche digitalen Schnittstellen soll es mit den Institutionen des LVR (Krankenhäuser, Museen etc.) und welche mit den Gebietskörperschaften des LVR und deren Institutionen geben?

Ziel des neuen LVR-Dezernates „Digitalisierung, IT-Steuerung, Mobilität und technische Innovation“ ist es unter anderem, die Leistungsbeziehungen zu den Zielgruppen des LVR im digitalen Zeitalter zukunftsfähig zu gestalten. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung von Angeboten, Leistungen und Strukturen des LVR durch digitale Beratung und Schaffung digitaler Zugänge.

Gleichsam ist die Veränderung der Kommunikationsstrukturen und Gewohnheiten der Bürgerinnen, der dem LVR anvertrauten Zielgruppen sowie der (kommunalen) Leistungsträger mit in den Blick zu nehmen. Vorhandene Entwicklungen sollen aufgegriffen und miteinander vernetzt werden, sog. Inselwissen soll gebündelt werden. Dabei spielen Fragen der Anschlussfähigkeit sowie Standardisierung ebenso eine Rolle wie der Abbau etwaiger Schnittstellen. Auf Basis der Vorlage Nr. 14/3234 „…soll der LVR Berater auch für die rheinischen Kommunen sowie die externen Partnerinnen und Partner auf dem Gebiet der Digitalisierung sein. Insoweit wird das neue Dezernat mit seinen Querschnittsaufgaben den Austausch sowohl innerhalb des LVR als auch außerhalb des LVR suchen. Hierbei sollen (bestehende) Entwicklungen der Mitgliedskörperschaften mit in die Betrachtungen einfließen.

4. Werden das Land Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie), der LWL und die Bezirksregierung NRW ebenfalls in die Digitalisierungsstrategie des LVR eingebunden? Wenn ja, in welcher Art und Weise?

Bezugnehmend auf die Ausführungen zu Frage 3 ist gleichsam beabsichtigt, auch in den Austausch zum Land NRW, zum LWL und zu den Bezirksregierungen zu treten. Nur der regelhafte Austausch und die stete Vernetzung mit den Stakeholdern der Digitalisierung befruchtet wechselseitig die Entwicklungen. Die konkrete Ausgestaltung dieser Beziehungen wird sich durch den sukzessiv erfolgenden Aufbau des Dezernates „Digitalisierung, IT-Steuerung, Mobilität und technische Innovation“ Zug um Zug ergeben.

5. Ist die Digitalisierungsstrategie des LVR an dem Modellprojekt der „Digitalen Modellkommune“ orientiert, so dass mit den Kommunen im Rheinland, die dieses Konzept anwenden (beispielsweise die Modellregion Wuppertal, Remscheid, Solingen), ein fruchtbarer Austausch stattfinden kann?

Der fruchtbare Austausch mit den Kommunen ist für das gute Gelingen des neuen Dezernates unerlässlich. Dies beinhaltet auch, dass bereits bestehende Entwicklungen aufgegriffen werden sollen. Die vom Land geförderten „digitalen Modellkommunen“ werden dabei auch Treiber eigener Aktivitäten sein. Im Fokus steht die Verbesserung und Vereinfachung der Leistungsbeziehungen zu den Bürger*innen. Innovative Projekte (gemeinsam) zu entwickeln, von den Erfahrungen Dritter zu lernen, eigene Erfahrungen an Dritte weiter zu geben, soll eine Kernaufgabe des neuen Dezernates sein. Insoweit wird es bei der Strategie des neuen Dezernates gerade darum gehen, auch die Entwicklungen an anderer Stelle mit in die eigenen Betrachtungen zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland
In Vertretung
Reiner Limbach
Erster Landesrat